Bœuf Bourguignon

Bœuf Bourguignon

Bœuf Bourguignon ist eines dieser Gerichte, das sofort ein Gefühl von Wärme mitbringt. Sobald der Topf langsam vor sich hin köchelt, wird es ruhig in der Küche. Der Duft von Rotwein, Kräutern und geschmortem Fleisch liegt in der Luft und macht richtig Lust aufs Essen. Gerade in der kühleren Jahreszeit passt dieses Schmorgericht perfekt auf den Tisch. Es braucht Zeit, aber genau darin liegt der Reiz. Während alles langsam gart, entwickeln sich die Aromen ganz von selbst. Am Ende entsteht ein Gericht, das tief, rund und einfach richtig gemütlich schmeckt.

 

DIE BASIS FÜR EIN GELUNGENES BŒUF BOURGUIGNON

Für ein gutes Bœuf Bourguignon kommt es auf die richtigen Schritte an. Das Fleisch wird zuerst kräftig angebraten, damit sich Röstaromen bilden. Diese geben der Sauce später ihren intensiven Geschmack.Zwiebeln und Tomatenmark sorgen für eine schöne Tiefe, während ein Hauch Zucker die Säure ausgleicht. Der trockene Rotwein bringt alles zusammen und bildet die Grundlage für die Sauce. Lorbeerblätter und Kümmel geben eine warme Würze, die sich beim Schmoren langsam entfaltet.

 

AROMEN, DIE SICH ZEIT NEHMEN

Dieses Schmorgericht lebt davon, dass es langsam gart. Über mehrere Stunden wird das Fleisch zart und saftig. Die Sauce reduziert sich dabei und wird schön sämig. Die feine Zitronenschale bringt zum Schluss eine leichte Frische ins Gericht. Sie hebt die schweren Aromen ein wenig an und sorgt für Balance. Champignons und Cornichons geben zusätzlich Struktur und eine angenehme Würze. So entsteht ein spannender Mix aus herzhaft, leicht säuerlich und aromatisch.

 

PERFEKT FÜR GÄSTE UND RUHIGE ABENDE

Bœuf Bourguignon eignet sich wunderbar, wenn Besuch kommt. Es lässt sich gut vorbereiten und schmeckt am nächsten Tag oft sogar noch besser. So bleibt mehr Zeit für alles andere, während das Essen schon fertig ist. Auch im Alltag kann dieses Gericht seinen Platz finden. An einem freien Tag angesetzt, begleitet es dich ganz entspannt durch den Nachmittag. Am Abend wartet dann ein Essen, das nach Zuhause schmeckt.

 

EIN KLASSIKER, DER IMMER BLEIBT

Dieses Bœuf Bourguignon zeigt, wie gut einfache Zutaten zusammen funktionieren können. Es braucht keine komplizierten Techniken, sondern vor allem Geduld und gute Produkte. Ein Teller davon, etwas Brot dazu und ein ruhiger Moment. Mehr braucht es oft nicht.

 

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Für 4 Personen

250 g Zwiebeln
Neutrales Öl
1 Kg Rindergulasch aus der Schulter
Tomatenmark
Zucker
300 ml trockener Rotwein
4 Lorbeerblätter
etwas Soßenbinder oder Speisestärke
1 Tl Kümmelsaat
2 Tl abgeriebene Bio-Zitronenschale
250 g Champignons
80 g Cornichons
1 kleines Bund glatte Petersilie
Salz
Pfeffer

Zubereitung Zubereitungszeit: 3 Std.

Für das Rindergulasch die Zwiebeln schälen und fein würfeln. In einem großen Bräter 3 El Öl erhitzen und das Fleisch in zwei Portionen jeweils etwa 7 Minuten rundherum anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und anschließend herausnehmen.

Im selben Bräter 1 El Öl erhitzen und die Zwiebeln anbraten. 2 El Tomatenmark und ½ El Zucker hinzufügen und mitdünsten – so entstehen tolle Röstaromen. Wenn die Zwiebeln gut angebraten sind, mit dem Wein ablöschen und diesen fast vollständig einkochen lassen.

Dann 800 ml Wasser zugießen, das Fleisch sowie die Lorbeerblätter hinzufügen und nochmals mit Salz und Pfeffer würzen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze 2–2,5 Stunden schmoren lassen.

Währenddessen den Kümmel in einer Pfanne ohne Fett anrösten und anschließend im Mörser fein zerstoßen. Den Kümmel mit Zitronenschale und ½ Tl Zucker vermischen.

Die Pilze putzen und in Scheiben schneiden, ebenso die Cornichons. Die Petersilie fein hacken und beiseitestellen.

1 El Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Pilze darin anbraten. Dabei darauf achten, dass sie nicht zu dicht liegen, damit sie schön bräunen und ihr Aroma entfalten. Nach etwa 5 Minuten die Cornichons hinzufügen und 1 Minute mitbraten. Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken und vom Herd nehmen.

Sobald das Gulasch fertig geschmort ist, 1–2 El Speisestärke in kaltem Wasser anrühren und unter Rühren zum Gulasch geben. Alles aufkochen lassen, bis die Soße bindet. Falls sie noch zu dünn ist, den Vorgang schrittweise mit jeweils 1 El Speisestärke wiederholen.

Zum Schluss das Gulasch mit der Kümmel-Zitronenmischung würzen und gegebenenfalls nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit der Pilzmischung anrichten oder diese direkt in den Bräter geben und mit Petersilie bestreuen.

Als Beilage passen Kartoffeln oder Kartoffelknödel besonders gut dazu.

Das Gulasch lässt sich hervorragend am Vortag vorbereiten – über Nacht entwickelt es noch mehr Geschmack. Die Pilzmischung sollte idealerweise erst am Tag des Servierens zubereitet werden.

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